In der Sporthalle des Hemsbacher Bergstraßen Gymnasiums trat an diesem Spieltag nun auch die erste Herrenmannschaft der SG Birkenau/Hemsbach zu ihrem Auftakt in der Bezirksliga Nord an. Zuvor war jedoch schon klar, dass man auf zwei Spieler verzichten musste, sodass die Bedingungen für einen positiven Start gegen die DjK Wallstadt nicht optimal waren. In den Doppeln machte sich die fehlende Eingespieltheit bemerkbar, dementsprechend war man mit 1:2 auch noch annähernd zufrieden. Thomas Arnold und Jochen Kolb zeigten als “Ersatzdoppel” eine stabile Leistung und setzten sich verdientermaßen durch. Anschließend konnte die SG in Person von Sebastian Trieb, der – angetrieben von seinem Spitzenwert in der Tischtennis-Rangliste – seinem Kontrahenten keinerlei Chance ließ, zum 2:2 ausgleichen.

Zu diesem Zeitpunkt kam jedoch ein größerer Bruch in das Spiel der Gastgeber. Der DjK gelang es, die folgenden fünf Einzel für sich zu entscheiden und somit für eine gefühlte Vorentscheidung zu sorgen. Allerdings zeigte man auch auf Seiten der Spielgemeinschaft nochmal Einsatz und Wille. In der Phase mit den spannendsten Duellen holte das vordere Paarkreuz mit Trieb und Stefan Dreißigacker in knappen und teilweise hochklassigen Fünf-Satz-Spielen beide Punkte. In den entscheidenden Satz ging es daraufhin ebenfalls für Paul Nikolaev und Joshua Alm, die ihr Team mit zwei Siegen doch nochmal auf einen Punkt heranbringen hätten können. Im fünften Satz verloren beide dennoch ihre Sicherheit und hatten letztendlich das Nachsehen. So stand am Ende des Tages ein sehr durchwachsenes 4:9, das aber auch einiges an Steigerungspotenzial für die kommenden Wochen gezeigt hat.

SG Birkenau/Hemsbach: Trieb (2), Dreißigacker (1), Arnold/Kolb (1)

Nach dem souveränen Auftritt im ersten Heimspiel der Saison, mussten die Damen der SG Birkenau/Hemsbach einen ersten Rückschlag hinnehmen. Am Freitagabend ging es zum TV Schwetzingen, eine Mannschaft, mit der man in der Vergangenheit immer wieder enge Duelle zu verzeichnen hatte. So auch wieder an diesem Spieltag. Mit den Doppeln startete man indessen optimal in die Partie. Durch eine taktisch gestellte Aufstellung konnten beide Duelle klar gewonnen werden. In den Einzeln zeigten sich allerdings die Gastgeber aus Schwetzingen in besserer Form, holten vier der fünf folgenden Spiele, und gingen dadurch mit 4:3 in Führung.

Im Anschluss verlief der Wettkampf ausgeglichener und es zeigte sich im gesamten Verlauf, dass beide Mannschaften relativ gleichmäßig aufgestellt sind, wodurch in jedem einzelnen Aufeinandertreffen Kleinigkeiten entscheiden können. So spitzte sich der Abend natürlich bis zum letzten Spiel auf den Höhepunkt zu. Die Schwetzingerinnen lagen zu dem Zeitpunkt mit 7:6 vorne, sodass Kathrin Schmitt, die in ihrem Einzel zuvor eine gute Leistung abrief, noch die Chance hatte, ein Unentschieden zu erspielen. Bis zum 2:0 sah auch alles danach aus, in den folgenden Sätzen gelang es aber nicht, den Sack zuzumachen, woraufhin der Punkt doch noch unglücklich abgegeben wurde.

SG Birkenau/Hemsbach: Müller (1), Schmitt (1), Blümle (2), Müller/Blümle (1), Schmitt/Hördt (1)

Dagegen konnte die zweite Damenmannschaft am Samstagmittag ihre ersten Punkte in der Bezirksliga Nord einfahren. Insbesondere Sybille Kornberger erwischte beim TSV Amicitia Viernheim II einen Sahnetag und gab in ihren drei Einzeln keinen Satz ab. Aber auch ihre beiden Mannschaftskameradinnen, Heike Lücke-Senocak und Nadine Trieb, hatten mit ihren Siegen am eher ungefährdeten 7:3 großen Anteil.

SG Birkenau/Hemsbach II: Lücke-Senocak (2), Kornberger (3), N. Trieb (1), Lücke-Senocak/Kornberger (1)

Weitere Ergebnisse:

Jungen 18 – TV Viernheim: 5:5
Jungen 15 II – TSV Neckarau II: 1:4 (Pokal)

Nach langer Zeit des Wartens konnten in der vergangenen Woche wieder die ersten Verbandsspiele im Rhein-Neckar-Raum ausgetragen werden. Für die Saisoneröffnung in der Birkenauer Grundschulhalle war die zweite Herrenmannschaft der SG Birkenau/Hemsbach verantwortlich, hatte mit dem LSV Ladenburg allerdings eine schwere Aufgabe vor sich. Zumindest auf dem Papier waren die Gäste auf allen Positionen stärker besetzt, was nach einer längeren Pause gleichwohl zunächst eine eher untergeordnete Rolle spielt. Dennoch konnten die Ladenburger zu Beginn ihre Vorteile ausspielen und sich eine schnelle 1:3-Führung erarbeiten. Bis dahin boten lediglich Jochen Kolb und Tobias Linnebach in ihrem Doppel Paroli und lieferten den ersten Punkt für die SG.

Die folgende Phase der Partie war jedoch von deutlich mehr Kampf geprägt und hätte die Gastgeber mit etwas Spielglück auch ausgleichen lassen können. Da der Konjunktiv im Sport bisher in den wenigsten Fällen für Erfolg gesorgt hatte, hielt der LSV seinen Abstand zum 3:5 und erhöhte anschließend sogar auf 3:7. Eine kleine Vorentscheidung im ersten Moment, woraufhin die Spielgemeinschaft allerdings nochmal kontern konnte. Neben Kolb, der sich auch im zweiten Einzel durchsetzen konnte und somit zum Spieler des Abends avancierte, lieferte auch Tobias Linnebach nach anfänglichen Schwierigkeiten eine saubere Vorstellung und brachte seine Mannschaft noch einmal ins Spiel. Letztlich setzte sich aber doch die Spielstärke in Verbindung mit der größeren Erfahrung durch, wodurch die Gäste letztendlich  erwartungsgemäß einen 5:9-Sieg, wenn auch mit einigem Widerstand verbunden, mit nach Hause nehmen konnten.

SG Birkenau/Hemsbach II: Kolb (2), Linnebach (1), C. Müller (1), Kolb/Linnebach (1)

Einen erfolgreicheren Start konnte die dritte Herrenmannschaft am Samstagabend gegen die TSV Amicitia Viernheim IV vorweisen. Mit der Unterstützung zweier Spielerinnen aus der zweiten Damenmannschaft entführte das Team nach dreieinhalb Stunden Spielzeit ein knappes 9:6 aus Viernheim. Allen voran ging Olaf Jenal, der neben seinem Doppel mit Volker Wagener zudem noch beide Einzel für sich entschied. Bezeichnend jedoch für die hervorragende Mannschaftsleistung an diesem Abend war, dass alle Mannschaftsteile Siege beisteuern konnten und ihre Mannschaft gemeinsam zu den ersten zwei Punkten der Saison führten.

SG Birkenau/Hemsbach III: Jenal (2), Wagener (1), Hoffmann (1), Stay (1), Lücke-Senocak (1), Kornberger (1), Jenal/Wagener (1), Lücke-Senocak/Kornberger (1)

Ebenfalls einen Grund zu feiern hatte die vierte Mannschaft bereits unter der Woche beim 9:5 in heimischer Halle gegen die Post SG Mannheim II. Wie schon bei der dritten Equipe aus Birkenau/Hemsbach konnte das gesamte Team punkten und einen verdienten Erfolg feiern. Besonders ragte dabei Günter Stay heraus, der in seinen Auftritten ein starkes Nervenkostüm zeigte und sich jeweils im Entscheidungssatz durchsetzen konnte.

SG Birkenau/Hemsbach IV: Hoffmann (1), Stay (2), Walther (1), Arnold (1), Vogel (1), P. Müller (1), Hoffmann/Stay (1), Walther/Müller (1)

Weitere Ergebnisse:

SG Wiesloch/Heidelberg III – Damen II: 7:3
TTV Weinheim-West IV – Jungen 18: 9:1

45 Wochen und eine Menge Geduldsfäden liegt das letzte Saisonspiel einer Mannschaft der SG Birkenau/Hemsbach zurück. Wie vor dem Alltag hat die Pandemie auch vor dem Amateursport keinen Halt gemacht und ein großes Maß an Unsicherheit und Umstellung mit sich gebracht. Dabei ist der gesellschaft- und gemeinschaftliche Umgang, der Kern eines jeden Vereins, stellenweise auf der Strecke geblieben. Erst im Sommer konnte man sich wieder häufiger zum gemeinsamen trainieren und schwadronieren treffen. Umso größer ist die Freude darüber, dass nun auch wieder der sportliche Wettkampf vor der Türe steht und die Sportler*Innen ans Limit ihrer körperlichen Verfassung gehen können. Dementsprechend motiviert schaut man in Birkenau und Hemsbach in die neue Saison.

Um sich gegenseitig zu unterstützen, haben sich die beiden Tischtennis-Vereine der TTG und TTF schon vor zwei Jahren dazu entschieden, eine Spielgemeinschaft im Damen-Bereich einzugehen. Im vergangenen Jahr hat man diese nun auf den gesamten sportlichen Bereich erweitert (näheres dazu in einem älteren Artikel nachlesbar), damit auch die restlichen Bereiche der Vereine gestärkt werden würden. Beispielsweise sollte sich die erste Herrenmannschaft in der Bezirksliga stabilisieren und neue Möglichkeiten bieten. Bevor man jedoch überhaupt heiß laufen konnte, war die Runde aber schon wieder vorbei. Drei Punktspiele hatte man miteinander absolviert. Nun beginnt ein neuer Anlauf und die Vorzeichen haben sich nicht großartig verändert. Noch immer mit großer Vorfreude auf die nicht mehr ganz so neue Spielgemeinschaft gehen elf Mannschaften in die bevorstehende Runde, die diese Woche startet. Sechs Herren- und zwei Damenmannschaften, sowie ein Team im Jungen 18-Bereich und zwei Teams im Jungen 15-Bereich stellen sich für die SG Birkenau/Hemsbach an die Tische. Ziele sind nach solch einer Pause schwer festzumachen, für die Damen in der Verbandsklasse Nord gilt aber auch diese Saison sicher wieder, im oberen Bereich mitspielen zu wollen. Wie für alle anderen Spieler*Innen gilt hier aber auch an erster Stelle, wieder mehr zur alltäglichen Abwechslung im sportlichen Wettstreit zu finden. Umso erfrischender, dass dies wieder möglich ist.

Auch nach dem dritten Auftritt der aktuellen Saison müssen die Herren der SG Birkenau/Hemsbach weiter auf ihren ersten Sieg warten. Mit der SG Heidelberg-Neuenheim kam der dritte Aufsteiger in die Hemsbacher BIZ-Turnhalle, gegen die man sich nach dem Unentschieden vor einer Woche besonders viel vorgenommen hatte.

So starteten die Gastgeber auch schwungvoll in die Partie und konnten sich eine 4:0-Führung erarbeiten. Vor allem in den Doppeln funktioniert die neue Gemeinschaft von Hemsbachern und Birkenauern erstaunlich gut; nach drei Spielen kann die Mannschaft eine Doppelbilanz von 9:2 aufweisen und sich dadurch eine stets gute Ausgangsposition erspielen. Dabei konnten sich Orlik/Alm nach der Niederlage in Sandhofen rehabilitieren und einen 0:2-Rückstand eindrucksvoll aufholen. Wie in den vergangenen Spielen gelang es der Mannschaft aber erneut nicht, die gute Leistung auf die Einzel zu übertragen. Vor allem im mittleren und hinteren Paarkreuz bleibt das Team derzeit noch unter seinen Möglichkeiten und konnte dort nur 2 von 8 Duellen für sich entscheiden. Die sehenswerteste Partie mit zahlreichen hochklassigen Ballwechseln hatte Sebastian Trieb gegen den Heidelberger Spitzenspieler bestritten. Nach einer längeren Achterbahnfahrt mit viel Auf und Ab,  konnte sich Trieb im fünften Satz mit 8:4 absetzen, die Führung aber nicht ins Ziel retten. Am Schluss mussten Trieb/Dreißigacker mit ihrem fünften Sieg im fünften Doppel das 8:8 für Birkenau/Hemsbach retten. Sofern die Saison in der derzeitigen Lage fortgesetzt wird, empfängt man am kommenden Samstag in Hemsbach den SV Waldhilsbach, gegen den man abermals als leichter Favorit antritt und zwei Punkte anpeilt.

SG Birkenau/Hemsbach: Trieb (1), Dreißigacker (1), Lotz (1), Alm (1), Trieb/Dreißigacker (2), Lotz/Arnold (1), Orlik/Alm (1)

Parallel dazu empfing die dritte Herrenmannschaft mit einem bestens aufgelegten Alexander Noll den LSV Ladenburg II. Die Gäste, die in dieser Saison sicherlich Ambitionen auf die Tabellenspitze haben, ließen am Samstagabend nicht viel anbrennen und setzten sich mit 4:9 durch. Nur zwischenzeitlich konnte sich die SG durch Noll, der mit Olaf Jenal das Doppel und beide Einzelspiele gewann und durch Günter Stay etwas zur Wehr setzen.

SG Birkenau/Hemsbach III: Noll (2), Stay (1), Noll/Jenal (1)

Zeitgleich in der Birkenauer Turnhalle zeigten sich die Damen der SG in hervorragender Form und ließen den Gästen der SG Käfertal/Vogelstang II – die bisher aber auch ohne ihre Punkt Eins antreten müssen – in keinem Moment eine Chance. Das vordere Paarkreuz, in Form von Kathrin Schmitt und Nicole Müller, legte dabei mit vier Siegen den Grundstein für den klaren 8:0-Erfolg. Lediglich im zweiten Einzel musste Schmitt in den Entscheidungssatz, konnte diesen aber mit einem souveränen 11:2 abschließen.

SG Birkenau/Hemsbach: Schmitt (2), Müller (2), Blümle (1), Hördt (1), Schmitt/Hördt (1), Müller/Blümle (1)

Weitere Ergebnisse:
DjK St. Pius II – SG Birkenau/Hemsbach II: verlegt
TV Großsachsen III – SG Birkenau/Hemsbach IV: 3:9
SG Birkenau/Hemsbach V – TSV Amicitia Viernheim VII: 4:6

Am späten Freitagabend starteten nun auch die SG Birkenau/Hemsbach-Damen in ihre Verbandsklasse-Saison. Durch den Rückzug des 1. TTC Ketsch III hatten die Birkenauerinnen eine verlängerte Saisonvorbereitung. Die erste Auswärtsfahrt zum TV Schwetzingen war zugleich auch eine erste Bewährungsprobe, die in einer ungewissen Saison den Leistungsstand zeigen sollte. Dementsprechend konnte man sich auch auf einen langen Abend einstellen.

In den Doppeln teilte man sich auch gleich erwartungsgemäß die Punkte: Müller/Blümle setzten sich in vier knappen Sätzen durch, während Schmitt/Hördt ohne Chance waren. Auch in den ersten Einzeln sollte sich das Bild nicht ändern. Dabei konnten Nicole Müller und Anja Blümle ihre Mannschaft jeweils in fünf Sätzen im Spiel halten. Blümle fand allerdings erst im dritten Satz zu ihrem Spiel und konnte somit noch einen 0:2-Rückstand drehen. Nach zwei weiteren Siegen von Kathrin Schmitt und Müller ging die SG sogar mit 5:3 in Führung, woraufhin die Gastgeberinnen aus Schwetzingen allerdings kontern konnten und drei Einzel in Folge für sich entscheiden. Daraufhin zeigte Blümle die stärkste Leistung des Abends und erspielte ein 3:0 gegen den Punkt Eins des TV. Eine unglückliche Niederlage von Claudia Hördt konnte Müller mit ihrem dritten Einzelerfolg beantworten und somit zumindest einen Punkt mit nach Hause nehmen. Da man in der vergangenen Saison noch mit 4:8 unterlegen war, mit Sicherheit ein Punkt, mit dem man zufrieden sein kann.

SG Birkenau/Hemsbach: Schmitt (1), Müller (3), Blümle (2), Müller/Blümle (1)

Erfreulich war auch der zweite Aufritt der Damen beim Heimspiel gegen den LSV Ladenburg. Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga hatte man eine Woche zuvor noch 3:7 gegen die SG Wiesloch/Heidelberg III verloren; die Mannschaft zeigte sich aber unbeeindruckt und holte am Donnerstagabend mit einem verdienten 7:3 die ersten zwei Punkte. Heike Lücke-Senocak und Sybille Kornberger ließen nichts anbrennen und holten sechs klare Einzelsiege. Auch Nadine Trieb war nicht chancenlos und hätte den Erfolg noch klarere aussehen lassen können.

SG Birkenau/Hemsbach II: Lücke-Senocak (3), Kornberger (3), Lücke-Senocak/Kornberger (1)

Auch die zweite Herrenmannschaft, die einen schwierigen Start in die Bezirksklasse zu verzeichnen hatte, konnte sich am Wochenende erstmals belohnen. Das Team hatte sich an diesem Doppelspieltag vorgenommen, zumindest mit einem Sieg hervorzugehen und konnte genau das auch umsetzen. Zunächst ging es zur DjK Käfertal/Vogelstand IV, einem direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, die am Freitagabend aber zum ersten Mal in dieser Saison vollständig antraten. Dennoch sah sich die Mannschaft nicht chancenlos und konnte nach den Doppeln auch mit 2:1 in Führung gehen. Allerdings kam in der ersten Einzelrunde nicht viel auf Seiten der SG – unter anderem auch drei knapp verlorene Fünf-Satz-Spiele – sodass die Gastgeber auf 2:7 davonzogen. Mit drei Siegen konnte man die Partie zwar nochmal enger gestalten, der Rückstand war am Ende allerdings zu groß, wodurch die DjK mit 9:5 gewann.

Im zweiten Auftritt des Wochenendes gegen den SV Rippenweier sah man dafür umso besser aus, obwohl man nach den Doppeln erstmal zurücklag. Aber vor allem die junge Truppe mit Tobias Linnebach, Christopher Müller und Dennis Kornberger konnte in der Birkenauer Grundschulhalle mit sechs Siegen begeistern und hatte maßgeblichen Anteil am 9:5-Erfolg.

SG Birkenau/Hemsbach II: Kolb (2), Linnebach (2), Müller, C. (3), Kornberger (3), Noll (1), Müller, C./Kornberger (1), Kolb/Linnebach (1), Kolb/Müller, M. (1)

Die sechste Mannschaft ist mittlerweile auch in der Saison angekommen und nach der deutlichen Auftaktniederlage nun seit drei Spielen ungeschlagen. Beim Heimspiel gegen die DjK Schönau II sah es am Anfang jedoch erstmal nicht so gut aus. Beide Doppel gingen in den Entscheidungssatz, Rödel/Eifert dabei mit 2:0-Vorsprung, und am Ende knapp an die Gäste aus Mannheim. Nachdem man daraufhin mit 1:1 aus dem vorderen Paarkreuz ging, zeigten Sabrina Schneider und Gerhard Schnabel mit zwei klaren 3:0-Siegen eine starke Vorstellung. Die Spannung steigerte sich in den letzten vier Duellen, von denen drei erneut in den fünften Satz gingen. Letztendlich stand ein 5:5 auf dem Tableau, mit dem die DjK wahrscheinlich etwas zufriedener sein kann.

Zwei die sich gesucht und gefunden haben. Die Rede ist von den Tischtennis-Freunden  Hemsbach und der TTG 05 Birkenau. Seit Beginn der Verbandsrunde 2019/20 bilden deren Damenteams eine Spielgemeinschaft und seit wenigen Wochen haben auch die Herren und der Nachwuchs beider Vereine nachgezogen und einen partnerschaftlichen Zusammenschluss vereinbart. Die harmonische, sportliche Verbindung hat die Vorstände beider Klubs dazu bewogen, nicht nur im Spielbetrieb, sondern auch im „Vereinsleben“ Flagge zu zeigen und zu den „Spielgemeinschaftsmeisterschaften 2020“ ins Bildungszentrum eingeladen. Ein schöner Erfolg, denn es fanden über zwanzig Sportler*innen den Weg ins BIZ.

Den Anfang machte in diesem Jahr die „Königsklasse“ mit vierzehn  gemeldeten Aktiven, von denen sich acht für die Endrunde qualifizierten. Hier ließ Sebastian Trieb, der schon in der  Vorrunde nur einen Satz (3:1 Linnebach) abgab, nichts anbrennen. Pikanterweise traf er dabei durchweg auf die Birkenauer Sportsfreunde Christian Orlik (3:1), Alexander Noll (3:0) und Joshua Alm, gegen den er sich im Finale schon anstrengen musste, um schließlich mit 11:6, 11:8 und 11:8 seine 8. Vereinsmeisterschaft in Folge feiern zu können. Damit hat sich Sebastian Trieb mit insgesamt 12 Titeln an die Spitze der „Chronik der Vereinsmeister“ gesetzt.

Auch im Doppel kann sich Trieb über den Titelgewinn freuen. Gemeinsam mit Dennis Kornberger konnte er sich im „TTF-internen“ Endspiel mit 3:2 Sätzen gegen Stefan Dreißigacker und Tobias Linnebach durchsetzen. Vereinsmeister in der „B-Klasse“ wurde überlegen Olaf Jenal mit 4:0 Spielen und 12:1 Sätzen.

Zufriedenheit bei dem TTF-Jugendleiter Jörg Niese, der immerhin insgesamt 12 Nachwuchsspieler begrüßen konnte. Mit Florian Horn und Noah Bechthold fanden auch zwei Jugendspieler den Weg von Birkenau nach Hemsbach. Und weil die Hemsbacher derzeit keine Jugendspieler vorzeigen können, bildete Niese der Not gehorchend mit den beiden Birkenauern und seinen A-Schülern Josia Zilke und Anel Secovic eine Gruppe, die eine Doppelrunde ausspielte. In Runde 1 setzte sich Josia Zilke überraschend mit 3 Siegen an die Spitze, konnte die Form allerdings nicht halten und verlor in Runde 2 gegen beide Birkenauer. Florian Horn setzte sich dann knapp jeweils in fünf Sätzen gegen die Hemsbacher durch und holte sich den Jugendpokal. Als Zweitplatzierter gewann Josia Zilke den A-Schüler- Pokal.

Die acht B- und C-Schüler spielten in einer Gruppe „Jeder gegen Jeden“ die Sieger aus. Bei den B-Schülern holte sich Jonas Jenal aufgrund des besseren Satzverhältnisses gegen Leander Biermann den Titel. Bei den C-Schülern wurde Jona Bleß Vereinsmeister.

Nach 203 Tagen Auszeit startete nun auch die erste Herrenmannschaft der SG Birkenau/Hemsbach in die neue Spielrunde. In der ausgeglichenen Bezirksliga Nord hat sich das Team einen Platz im Mittelfeld zum Ziel gesetzt und empfing mit der TSG Eintracht Plankstadt am Samstagabend einen ebenfalls gut aufgestellten Aufsteiger. Nach der längeren Pause sicherlich auch eine Standortbestimmung für alle Beteiligten.

Den besseren Start konnten zunächst die Gastgeber in der Hemsbacher BIZ-Turnhalle verzeichnen. Nachdem Lotz/Arnold als „Opferdoppel“ klar unterlegen waren, konnten sich Trieb/Dreißigacker in vier und Orlik/Alm in fünf umkämpften Sätzen durchbeißen. Auch im vorderen Paarkreuz sah es anfangs danach aus, dass sich die SG weiter absetzen könnte. Sebastian Trieb und Stefan Dreißigacker erspielten sich jeweils eine komfortable Zwei-Satz-Führung, die sie am Ende aber noch vergaben. Dabei hatte Trieb vier Matchbälle im Entscheidungssatz. Besser machte es Tobias Lotz, der nach anfänglichen Schwierigkeiten zum 3:3 ausglich. Christian Orlik musste sich bei seinem Bezirksliga-Debut vor allem den starken Aufschlägen seines Kontrahenten geschlagen geben. Die anfängliche Nervosität bei einer neuen Saison machte sich vor allem bei Joshua Alm bemerkbar, der erst im vierten Satz das richtige Mittel fand und einen 1:2-Rückstand noch umbiegen konnte. Thomas Arnold, der kurzfristig aus Verletzungsgründen eingesprungen war, unterlag beim 0:3 zweimal in der Verlängerung.

In der zweiten Einzelrunde kamen die Gäste jedoch besser in die Partie und konnten das Momentum auf ihre Seite ziehen. Zwar revanchierten sich Trieb und Orlik für ihre Niederlagen und hielten die Mannschaft weiter im Spiel, konnten das 6:9 nach drei Stunden Spielzeit aber auch nicht verhindern. Ein spannendes Duell, das im Konjunktiv auch mit einem Punktgewinn für die SG hätte enden können, beim Blick auf das Satzverhältnis von 26:34 aber auch einen verdienten Sieger gefunden hat.

SG Birkenau/Hemsbach: Trieb (1), Lotz (1), Orlik (1), Alm (1), Trieb/Dreißigacker (1), Orlik/Alm (1)

Für positive Nachrichten konnte erneut der Nachwuchs der Spielgemeinschaft sorgen. Die U19 feierte bei ihrem ersten Auftritt durch eine geschlossene Mannschaftsleistung einen erfreulichen 6:4-Erfolg über den SKV Sandhofen. Dabei ragte zum einen Florian Horn mit zwei Einzelsiegen hervor, wie auch Sören Eck, der den entscheidenden sechsten Punkt im fünften Satz erringen konnte.

SG Birkenau/Hemsbach U19: Horn (2), Bechtold (1), Metzger (1), Eck (1), Metzger/Eck (1)

Die U16 war nach ihrem Auftaktsieg vor einer Woche an diesem Spieltag gleich zweimal im Einsatz. Am Samstagmorgen holte die junge Truppe ein Unentschieden beim Gastspiel gegen den TV Großsachsen II, war sogar schon mit 5:3 in Führung, konnte diese in einem ausgeglichenen Spiel aber nicht über die Ziellinie bringen. Auch am darauffolgenden Tag war man beim TTV Weinheim-West V alles andere als chancenlos, am Ende aber dennoch mit 4:6 unterlegen. Ein hervorragendes Wochenende hatte dabei Josia Zilke mit fünf gewonnen Einzeln in beiden Spielen.

SG Birkenau/Hemsbach U16: Jenal (2), Zilke (5), Secovic (2)

Auch die zweite U16-Mannschaft trat an diesem Wochenende zum ersten Mal an und war zu Gast beim TTV Weinheim-West VII. Auch hier konnten alle Mannschaftsteile punkten; Yannick Roser ragte dabei mit einem Doppel- und zwei Einzelerfolgen heraus und führte sein Team zum verdienten 7:3.

SG Birkenau/Hemsbach U16 II: Biermann (1), Tichy (1), Führer (1), Roser (2), Biermann/Tichy (1), Führer/Roser (1)

Weitere Ergebnisse:
LSV Ladenburg – SG Birkenau/Hemsbach II: 9:2
TTC Heddesheim – SG Birkenau/Hemsbach III: 9:2
SG Birkenau/Hemsbach V – TSV Neckarau II: 2:8
SG Birkenau/Hemsbach VI – DjK St. Pius VI: 5:5

Auch die Tischtennis-Saison hat unter den derzeit ungewöhnlichen Bedingungen wieder begonnen. Die Hygienekonzepte aller Vereine sollen einen möglichst sicheren und gleichzeitig einfachen Ablauf der Verbandsspiele garantieren. Ein wichtiger Schritt, um das Vereinsleben zu erhalten und etwas Abwechslung in den Alltag zu bekommen.

Die TTF Hemsbach und die TTG Birkenau hatten die längere Zwangspause genutzt, um ihre Spielgemeinschaft auf den gesamten Verein zu erweitern. Für die beiden Damenmannschaften und die neuformierte erste Herrenmannschaft beginnt die Saison allerdings erst am kommenden Spieltag. Stattdessen hatte die zweite Vertretung in der Bezirksklasse Rhein-Neckar gleich zu Beginn den schwierigsten Brocken. Die TSG Lützelsachsen, die in dieser Saison zu den Topfavoriten auf den Aufstieg zählt, war am frühen Samstagabend in der Birkenauer Grundschulhalle zu Gast. Gleich zu Beginn der Partie zeigten die Gäste ihre diesjährigen Ambitionen und zogen schnell auf 0:7 davon. Dennis Kornberger konnte dann in einem spannenden Fünf-Satz-Match zum ersten Mal für die Heimmannschaft punkten. Für eine weitere positive Meldung sorgte Thomas Arnold, der in drei starken Sätzen gegen den ehemaligen Birkenauer und Hemsbacher gewinnen konnte. Am Ende ging der Sieg mit 2:9 erwartungsgemäß an die TSG; für die SG Birkenau/Hemsbach II aber kein Rückschlag, da im Kampf um den Klassenverbleib noch einige schlagbare Gegner kommen werden.

SG Birkenau/Hemsbach II: Arnold (1), Kornberger (1)

Einen hervorragenden Einstand konnte dagegen die vierte Mannschaft der SG feiern. In der Kreisklasse B2 peilt das Team einen Platz im vorderen Bereich der Tabelle an und setzte mit einem deutlichen 9:0 gegen die SG Laudenbach/Sulzbach III das erste Ausrufezeichen. Dabei konnte Hans-Jürgen Walther mit einem Kraftakt einen 0:2-Satzrückstand noch zum Sieg umdrehen.

SG Birkenau/Hemsbach IV: Hoffmann (1), Stay (1), Kraft (1), Walther (1), Rüssel (1), Vogel (1), Hoffmann/Kraft (1), Stay/Rüssel (1), Walther/Vogel (1)

Für das aufregendste Match an diesem Spieltag sorgte die SG Birkenau/Hemsbach V. Beim Gastspiel gegen den TTC Heddesheim 3 wechselte die Führung mehrmals und die Entscheidung sollte erst im letzten Duell gefunden werden. Nachdem die SG vor allem in den Doppeln eine gute Vorstellung zeigte, konnte man mit 3:1 in Führung gehen. Daraufhin konterten die Heddesheimer allerdings mit vier klaren Siegen, wodurch nur noch ein Unentschieden möglich sein sollte. Zunächst sorgte Thomas Schneider in einem engen Vier-Satz-Match für den Anschluss, woraufhin Torsten Frank nach 1:2-Satzrückstand noch den entscheidenden Punkt zum 5:5-Unentschieden lieferte. Bei einem Satzverhältnis von 21:16 auf Seiten der Gastgeber sicherlich ein schwer erkämpfter Punktgewinn für die Spielgemeinschaft in der Kreisklasse C2.

SG Birkenau/Hemsbach V: Müller (1), Schneider (1), Frank (1), Müller/Schneider (1), Schwarz/Frank (1)

Auch die U16 der SG konnte am Wochenende mit einem souveränen 8:2 auf sich aufmerksam machen. Gegen die DjK Wallstadt II hatten vor allem Josia Zilke und Anel Secovic einen guten Tag, konnten jeweils drei Einzel gewinnen und lieferten somit fast im Alleingang die ersten zwei Punkte in der Kreisklasse A.

SG Birkenau/Hemsbach: Jenal (1), Zilke (3), Secovic (3), Jenal/Zilke (1)

Weitere Ergebnisse:
SG Birkenau/Hemsbach III – DjK St. Pius III: 0:9
TV Schriesheim – SG Birkenau/Hemsbach: 10:0

Die Vereinsvorsitzenden Christian Orlik und Günter Stay im Interview mit Bernd Klemm (wnoz) über die Entstehung der Spielgemeinschaft

Die Frauen haben den ersten Schritt gemacht, jetzt betreten die Männer den gleichen Weg – und am Ende soll vor allem die Jugend von der partnerschaftlichen Kooperation profitieren. Die Tischtennis-Vereine TTG 05 Birkenau und TTF Hemsbach starten in der neuen Verbandsrunde 2020/21 erstmals in allen Bereichen als Spielgemeinschaft (SG) Birkenau/Hemsbach in den Punktspielbetrieb.

Bislang existierte diese Verbindung über die Landesgrenzen hinweg lediglich bei den Damen-Mannschaften in der wegen der Corona-Pandemie abgebrochenen Spielzeit 2019/20. Jetzt wird das Ganze auf sämtliche Abteilungen ausgeweitet. Zum geplanten Saisonstart im September werden neben den beiden Damen-Mannschaften noch sechs Herren- und drei Jungen-Teams unter dem Dach der Spielgemeinschaft an den Start gehen. Wir sprachen darüber mit den Hauptverantwortlichen Christian Orlik, seit sechs Jahren Vorsitzender der TTG, und Günter Stay, seit zehn Jahren TTF-Vorsitzender.

Was sind die Hauptgründe für die Bildung Ihrer Spielgemeinschaft?

Christian Orlik: Wir als TTG hatten schon seit Längerem einen langsamen, aber stetigen Schwund an aktiven Mitgliedern vorzuweisen. Diese Entwicklung ist ebenfalls im Jugendbereich zu beobachten, auch wenn wir immerhin noch eine Schüler- oder Jugendmannschaft melden konnten. Durch die Spielgemeinschaft erhoffen wir uns eine Verbesserung und auch einen Qualitätsgewinn der Trainingsarbeit gerade im Nachwuchsbereich. Außerdem können wir sowohl Schülern und Jugendlichen als auch den Aktiven in einer Spielgemeinschaft die Möglichkeit bieten, wieder in einer Klasse zu spielen, die ihrem Leistungsstand entspricht.
Günter Stay: Obwohl wir in Hemsbach sehr viel für die Trainer im Jugendbereich investiert haben, ist dabei nichts herausgekommen. In der vergangenen Saison hatten wir zwar eine Mannschaft gemeldet, mussten diese aber schon im September wieder abmelden. Damit hatten wir in Hemsbach weder eine Jugend- noch eine Schüler-Mannschaft. Seit ich Vorsitzender der TTF bin, war das noch nie der Fall, das ist eine Katastrophe und hat mich entsetzt. Schließlich ist die Jugend doch das Fundament für unsere Vereinsarbeit. Jetzt hoffen wir, mit der Spielgemeinschaft wieder eine vernünftige Basis schaffen zu können.

Wer wird für die Jugend und Schüler in der Spielgemeinschaft verantwortlich sein?

Orlik/Stay: Das übernehmen Jörg Niese von den TTF Hemsbach und Gerhard Schnabel von der TTG Birkenau.

Was erhoffen Sie sich vom Zusammenschluss als Spielgemeinschaft, wobei beide Stammvereine ja weiterhin selbstständig bleiben?

Stay: Die Hauptintention ist die Stärkung unserer Jugendarbeit. Dafür ist es aber auch wichtig, eine gute erste und zweite Herren-Mannschaft zu stellen, deren Spieler durchaus als Vorbilder für die Jugend dienen können. Auch das hätten wir alleine als TTF nicht mehr leisten können.
Orlik: Das war bei uns ähnlich. Ohne Spielgemeinschaft hätte außerdem die Gefahr bestanden, dass uns Spitzenspieler verlassen hätten. So aber bleiben alle Spieler bei ihren Vereinen und gehen den Weg in die Spielgemeinschaft mit. Und bei allen sechs Herren-Teams wird es durchweg „gemischte Mannschaften“ jeweils mit Spielern aus Birkenau und Hemsbach geben.

Das ist ein bemerkenswert gutes Zeichen. Wie läuft die neue Kooperation bisher an?

Stay: Die Resonanz ist durchweg positiv. Schon bei den Damen ist das hervorragend angenommen worden. Und ich bin sehr zuversichtlich, dass das auch bei den Herren und der Jugend sehr gut funktionieren wird. Selbstverständlich müssen wir uns als Spielgemeinschaft in der Saison 2020/21 erst finden und neue Freundschaften schließen. Das muss wachsen, wir gehen Schritt für Schritt vor.
Orlik: Uns ist bewusst, dass die Gründung einer Spielgemeinschaft alleine keine Garantie für langfristigen Erfolg darstellt. Wir müssen die kommende Runde nutzen, um uns gegenseitig richtig kennenzulernen, um dann gemeinsam für die nächsten Jahre ein erfolgversprechendes Konzept für beide Vereine zu entwickeln.

Die Verbindung über Landesgrenzen hinweg hat auch Vorteile für die Trainingsarbeit.

Stay/Orlik: Das stimmt. In Hemsbach trainieren wir im Bildungszentrum, in Birkenau in der Grundschul-Sporthalle. Während der Schulferien stehen beide Sportstätten nicht zur Verfügung. Nun können wir in den Sommerferien aber jeweils im anderen Bundesland trainieren. So lange in Hessen Ferien sind, gehen wir nach Hemsbach, wenn in Baden-Württemberg die Hauptferienzeit beginnt, können wir in Birkenau trainieren.

Warum bilden ausgerechnet Hemsbach und Birkenau eine Spielgemeinschaft?

Stay: Wir haben schon über viele Jahre hinweg ein gutes Verhältnis und auch die Spieler beider Vereine kennen sich gut. Zudem begegnen sich beide Vereine absolut auf Augenhöhe.
Orlik: Das ist ein wichtiger Aspekt. Beide Vereine haben identische positive Aspekte und identische Probleme. Keiner nimmt also dem anderen etwas weg, vielmehr ergänzen sich beide und profitieren damit voneinander. 

Bericht: Bernd Klemm / Bild: Philipp Reimer

Ab der Saison 20/21 gründen die Tischtennisvereine aus Hemsbach und Birkenau eine komplette Spielgemeinschaft. Im vergangenen Jahr hatte man schon im Damenbereich zusammengearbeitet und sich in den Mannschaften ergänzt. Nun haben sich die Vereinsführungen dazu entschieden, nach mehreren Monaten Konzeption und Gestaltung, die Kooperation auf den gesamten Verein zu erweitern. Die derzeitigen Hauptverantwortlichen beider Vereine, Günter Stay (TTF) und Christian Orlik (TTG), haben sich dazu folgendermaßen geäußert:

Orlik: „Der Schritt hin zu einer Spielgemeinschaft beruht auf der Tatsache, dass die TTG 05 Birkenau schon seit längerem einen langsamen aber stetigen Rückgang an aktiven Mitgliedern hinnehmen muss. Die Bildung einer Spielgemeinschaft bietet beiden Vereinen eine gute Möglichkeit, den Auswirkungen des Mitgliederschwundes entgegenzuwirken. Doch uns ist auch bewusst, dass die Gründung alleine keine Garantie für langfristigen Erfolg darstellt. Wir müssen die kommende Runde daher nutzen, um uns gegenseitig kennenzulernen und dann gemeinsam für die kommenden Jahre ein erfolgsversprechendes Konzept für beide Vereine auf die Beine stellen.

Stay: „Da wir schon bei den Damen eine SG haben und das hervorragend angenommen wurde, bin ich zuversichtlich, dass dies bei den Herren- und Schüler-/Jugendmannschaften auch funktioniert. Nur gemeinsam können wir die Randsportart Tischtennis für unsere Vereine attraktiver gestalten und damit die Freude und Lust der Spieler hochhalten. Wir müssen uns in der SG in der Runde 20/21 finden und neue Freundschaften schließen, denn nur wenn jeder Spieler seinen Spaß am Spielen hat, werden wir erfolgreich sein. Ich bin sehr zuversichtlich dass uns das gemeinsam gelingen wird.

Ein Schritt, der sich in den letzten Jahren angedeutet hat und für viele kleinere Vereine alternativlos erscheint. Gerade im Jugend- und Schülerbereich muss man sich mit dem gesellschaftlichen Wandel, aber auch mit der Problematik als Randsportart auseinandersetzen und hat Schwierigkeiten Nachwuchs in den Erwachsenensport zu begleiten. Aber vor allem dort können sich die beiden Vereine gegenseitig ergänzen, da man auf Hemsbacher Seite im Jugend- und auf Birkenauer Seite im Schülerbereich schwächer besetzt ist. Aufgrund der Corona-Pandemie lässt man es aber vorerst langsam angehen, da man sich im Training auch erstmal kennenlernen will.

Bei den Herren ist man derweil schon einen Schritt weitergegangen. Hier haben beide Vereine mit Spieler-Rückgang zu kämpfen und hätten mit der Aufstellung für die kommende Saison eine schwierige Aufgabe vor sich gehabt. Als Spielgemeinschaft hatte man die Chance, sich neuaufzustellen und für die meisten Spieler eine erfolgsversprechende Liga anzubieten. Interessanterweise werden in nahezu jeder Mannschaft Hemsbächer mit Birkenauern zusammenspielen. Ein weiteres Zeichen dafür, warum der Zusammenschluss ein sinnvoller Schritt für die Gegenwart und für die Zukunft sein kann.

Neben der ersten Damenmannschaft, die in der Verbandsklasse Nord verbleibt, hat sich die zweite Vertretung mit der Bezirksliga Nord für eine größere Herausforderung entschieden. Im Herrenbereich hatten sich die TTF Hemsbach über den zweiten Platz in der Bezirksklasse Rhein-Neckar für die Bezirksliga Nord qualifiziert, während die TTG die Klasse halten konnte. Die Mannschaften 3 bis 6 der neuen Spielgemeinschaft werden sich auf Kreisliga1, Kreisklasse B2, Kreisklasse C1 und Kreisklasse C2 verteilen. Des Weiteren werden bei den Jungen 15 zwei Mannschaften, sowie bei den Jungen 18 eine Mannschaft an den Start gehen.

So hofft man, für die zukünftigen sportlichen Aufgaben gerüstet zu sein und auch für das gesellschaftliche Vereinsleben neue Freundschaften zu knüpfen.