Birkenau. „Das hätte auch anders ausgehen können“, war das Fazit der Birkenauer Tischtennisgemeinschaft nach vier Stunden Spielzeit beim Ladenburger SV II. Gegen den Tabellenletzten der Bezirksklasse Rhein-Neckar – allerdings nur zwei Punkte hinter der TTG – mussten die Gäste über die volle Distanz gehen. Ohne ihren angeschlagenen Punkt Eins konnte das Team mit umgestellten Doppeln dennoch in Führung gehen. Nachdem Orlik/Arnold ihren besten Auftritt der Rückrunde zeigten, legten Kolb/Wolz eine beeindruckende Aufholjagd nach 0:2-Rückstand hin. Müller/Noll waren ebenfalls zwei Sätze hinten, vergaben im Entscheidungssatz jedoch die entscheidenden Ballwechsel. Mit zwei stabilen Vorstellungen von Christian Orlik und Thomas Arnold zog die TTG auf 4:1 davon. Im mittleren Paarkreuz, wo sich am Freitagabend die spannendsten Duelle abspielten, teilten sich die Mannschaften nach zwei Fünf-Satz-Matches die Punkte. Während sich Jochen Kolb mit 11:9 im Fünften durchsetzen konnte, hatte Matthias Müller nach 2:1-Führung noch das Nachsehen. Ähnliches Bild im hinteren Paarkreuz, sodass die Birkenauer nach der ersten Einzelrunde weiterhin mit 6:3 vorne lagen.

In der zweiten Hälfte ging Orlik mit guter Leistung voran und erhöhte mit seinem zweiten Tagessieg auf 7:3. Die Ladenburger Gastgeber steckten zu dem Zeitpunkt allerdings noch nicht auf und brachten sich im weiteren Verlauf nochmal ins Spiel. Zwischenzeitlich konnte sich Kolb in einem Thriller mit 14:12 im letzten Satz durchsetzen und sicherte der TTG zumindest das Unentschieden. Allerdings kam der LSV doch noch auf 7:8 heran, wodurch sich die Partie erst im Schlussdoppel entscheiden sollte. Dort konnte man sich aber auf die gute Form von Orlik und Arnold verlassen, die nur im zweiten Satz wackelten und das 9:7 sicherten. Einen wesentlichen Unterschied machten an diesem Abend Orlik und Kolb aus, die an sieben von neun Punkten beteiligt waren und somit einen beträchtlichen Anteil an dem Erfolg hatten.

TTG Birkenau: Orlik (2), Arnold (1), Kolb (2), Wolz (1), Orlik/Arnold (2), Kolb/Wolz (1)

Die Birkenauer Damen waren dagegen die klaren Favoriten in ihrem Heimspiel gegen den Tabellenletzten der Verbandsklasse Nord und setzten sich dementsprechend klar mit 8:2 gegen den TTC Heddesheim durch. Nicht zuletzt da die Gäste nur zu dritt antreten konnten, sollte eine Überraschung am Samstagmittag eher unwahrscheinlich bleiben. Lediglich gegen die Spitzenspielerin des TTC hatten die Birkenauerinnen Probleme und mussten sich in beiden Spielen geschlagen geben. Somit bleibt die Weste auch im dritten Spiel der Rückrunde weiß.

SG Birkenau/Hemsbach: Schmitt (1), Müller (1), Blümle (1), Hördt (1), Müller/Blümle (1), kampflos (3)

Ein volles Programm hatte die dritte TTG-Mannschaft in der vergangenen Woche. Zunächst empfing man am Dienstagabend den Tabellennachbarn aus Ilvesheim, gegen den man sich durchaus den ersten Punktgewinn ausrechnete. Nach dem 3:0-Erfolg von Schwarz/Kopp hatte die TTG die Chance, eine wichtige 3:0-Führung herauszuspielen, gab aber beide weiteren Doppel im Entscheidungssatz ab. Auch im vorderen Paarkreuz konnte man sich nicht durchsetzen, sodass die SpVgg aus Mannheim auf 1:4 erhöhte. Carsten Weigel brachte die Gastgeber nach einem spannenden 3:2 wieder etwas heran, bevor Werner Kopp nach 2:1 die Sicherheit verlor. Ein deutliches 3:0 durch Torsten Frank weckte nochmals die Hoffnung auf Birkenauer Seiten; wurde aber nach einem „Zwischensprint“ mit drei Siegen in Folge von den Gästen zerstört. Weigel konnte zwar noch seinen zweiten Sieg erringen, sollte an der 4:9-Niederlage auch nichts ändern können.

Auch beim TTV Weinheim-West V sollte die Partie knapper verlaufen, als das Ergebnis am Ende aussagen würde. Beim ersten Auftritt von Neuzugang Daniel Kraft wurde kein einziges Duell in drei Sätzen entschieden, sechs der zwölf Spiele sogar erst im Entscheidungssatz. 22 gewonnene Sätze bei einem 3:9 verdeutlichen, dass Niederlage zumindest etwas zu hoch ausgefallen ist. Vor Allem Rainer Arnold zeigte sich nervenstark und entschied beide Einzel im fünften Satz für sich.

TTG Birkenau III: Arnold (2), Weigel (2), Frank (1), Schwarz/Kopp (1), Weigel/Frank (1)

Für die Birkenauer Tischtennisgemeinschaft stand am vergangenen Mittwoch die jährliche Mitgliederversammlung auf dem Programm. Im Fokus standen in diesem Jahr – neben zahlreichen Ehrungen durch den BATTV – mögliche zukünftige Kooperationen, um den sportlichen Spielbetrieb weiterhin zu gewährleisten und zu verbessern.

Zunächst wurde die ordnungsgemäße Einladung und Beschlussfähigkeit der Versammlung durch den kommissarischen Vorstand, der zurzeit noch besteht, da die Umstellung auf ein geschäftsführendes Gremium noch nicht abgeschlossen ist, festgestellt. Im Anschluss übernahm Alfons Enichlmayer als Vertreter des badischen Tischtennisverbands die erfreuliche Verantwortung, einige TTG-Mitglieder für ihre langjährige aktive Zeit als Tischtennisspieler im Verband zu ehren. Mit der silbernen Spielernadel für mindestens 25 Jahre Aktivität wurden Walter Hausl, Alexander Noll, Christoph Plewik und Gerhard Schnabel ausgezeichnet. Nach 30-jähriger Aktivität wurde Karl-Heinz Fenrich, Jochen Kolb und Rudi Rödel die goldene Spielernadel verliehen. Matthias Müller und Willi Ströbel sind sogar schon seit 35 Jahren „im Geschäft“ und erhielten dafür die bronzene Spielernadel mit Kranz. Der Höhepunkt war allerdings die Würdigung der Spielzeit von Lutz Galinat und Kudi Kolb, die jeweils für 50 Jahre im BATTV geehrt wurden und hierfür die zweithöchste Auszeichnung erhalten haben. Die Spielernadel in Gold mit Kranz und Brillant.

Als nächsten Punkt wurden die jährlichen Berichte der einzelnen Abteilungen vorgetragen. Alexander Noll hat als Abteilungsleiter Organisation die allgemeine Entwicklung des Vereins im abgelaufenen Jahr zusammengefasst. Für den Bericht des Kassenwarts, der für die TTG weiterhin sehr positiv ausfällt, war Carsten Weigel verantwortlich. Bestätigt wurde der finanzielle Stand durch den Bericht der Kassenprüfer. Über den sportlichen Verlauf, der sich vor allem durch gesundheitliche Probleme in den einzelnen Mannschaften als schwierig gestaltet hat, berichtete Karl Eifert mit der Unterstützung der einzelnen Mannschaftsführer. Einen kurzen Überblick über die Öffentlichkeitsarbeit hat Anja Blümle abschließend gegeben. Die anschließende Aussprache der Berichte hat sich daraufhin hauptsächlich auf die Jugendarbeit, die sich weiterhin als kompliziertes, wenngleich auch wichtigstes Element der TTG gestaltet. Nachdem die verantwortlichen Personen in den Ämtern einstimmig entlastet wurden, wurde unter „Verschiedenes“ noch ein weiterer wichtiger Punkt für die zukünftige sportliche Entwicklung angesprochen. Nachdem man schon für die aktuelle Saison in der Damenabteilung eine Spielgemeinschaft mit dem TTF Hemsbach abgeschlossen hat, sind nun auch die Pläne für die Jugend- und Herrenabteilung an die Mitglieder weitergetragen worden. Dort wurden die angestrebten Pläne größtenteils positiv aufgenommen, sodass der Vorstand/das Gremium seine Arbeit dahingehend vertiefen kann.

Auch im zweiten Spiel der noch jungen Verbandsklasse-Rückrunde lassen die Birkenauer Damen nichts anbrennen. Bei der SG DjK Käfertal/Waldhilsbach III profitierten die Gäste zwar von der ersatzgeschwächten Aufstellung der Käfertalerinnen, nahmen die Partie aber dennoch nicht auf die leichte Schulter und siegten durch einer souveränen Vorstellung mit 8:1. Bei einem Nachholspiel und mit dem besseren Spielverhältnis im Gepäck hat sich die Mannschaft mittlerweile auf Platz zwei geschoben und wahrt weiterhin alle Chancen auf den Relegationsplatz.

SG Birkenau/Hemsbach: Schmitt (1), Müller (2), Blümle (2), Hördt (1), Müller/Blümle (1), Schmitt/Hördt (1)

Nach dem siegreichen Heimspiel gegen den TV Viernheim II hatte die zweite Vertretung der TTG die nächste schwere Aufgabe beim TTV Leutershausen zu bewältigen. Der Traditionsverein an der Bergstraße konnte sich zur Winterpause mit zwei höherklassigen Spielern verstärken und wird somit den direkten Aufstieg anvisieren. Der Stärkeunterschied beider Teams machte sich schon in den Doppeln bemerkbar, sodass die Gastgeber mit 3:0 von Beginn an die Führung übernahmen. In den anschließenden Einzeln hielt man auf Birkenauer Seite allerdings ordentlich dagegen. Einzig in den Entscheidungssätzen verpasste man es, wichtige Punkte zu machen, wodurch am Ende doch ein klares 1:9 auf der Anzeige stand.

TTG Birkenau II: Wagner (1)