Nach dreieinhalb Stunden lagen sich die Spieler der SG Birkenau/Hemsbach in den Armen. Man wird auch in der kommenden Saison in der Bezirksliga Nord antreten dürfen. Zum Abschluss einer mit Schwierigkeiten und Hindernissen verbundenen Rückrunde stand das Relegationsspiel gegen den TTC Schwarz-Gold St. Ilgen in heimischer Halle auf dem Programm. Schon vor Beginn war klar, dass die Gäste auf dem Papier mit leichten Vorteilen anreisen würden und dementsprechend sollte sich das Aufeinandertreffen auch gestalten. Nicht zuletzt auch aufgrund eines kurzfristigen Ausfalls eines Mannschaftsteils.

Den besseren Start vor einer lautstarken Zuschauerkulisse legte dennoch die Spielgemeinschaft hin. Das Nummer-Eins-Doppel Trieb/Dreißigacker fand rechtzeitig zu alter Stärke und konnte dank einer konzentrierten Vorstellung den ersten Punkt einfahren. Das uneingespielte Duo Nikolaev/Kolb lieferte am zweiten Tisch die erste Überraschung und setzte sich ebenfalls in vier Sätzen durch. Nur Alm/Orlik konnten ihre guten Bälle aus den ersten drei Sätzen nicht mitnehmen und wurden nach 2:1-Führung noch geschlagen. Stattdessen gelang dem vorderen Paarkreuz mit Sebastian Trieb und Stefan Dreißigacker daraufhin der Ausbau der Führung auf 4:1. Ihnen gleich tat es Joshua Alm, der sich von seiner kriselnden Form freispielen konnte und seinen favorisierten Gegenspieler in vier Sätzen niederrang.

So gut es bis dahin für Birkenau/Hemsbach lief, umso besser kamen die Tabellenzweiten der Bezirksklasse Heidelberg ab diesem Zeitpunkt in die Partie. Drei Siege in Folge brachten St. Ilgen wieder auf 5:4 heran und setzten damit die Gastgeber unter Druck. Trieb konnte allerdings dagegen halten und einen wichtigen wie auch eingeplanten Punkt holen. Dem Aufwärtstrend der Gäste tat es allerdings keinen Abbruch; auch die folgenden drei Einzel gingen an den TTC und brachte ihnen mit dem 6:7 die erste Führung. Anschließend übernahm jedoch Christian Orlik, der sich in der ersten Hälfte noch schwer tat, die Verantwortung und glich mit einer überragenden Vorstellung aus. An diesem Punkt war die SG mit zwei Sätzen in Führung, was bedeutete, dass die Entscheidung im Auszählen der einzelnen Punkte noch im Rahmen des möglichen war. Auch in den Zuschauerreihen war die knisternde Anspannung zu spüren.

So waren in der Schlussphase alle Augen auf Jochen Kolb gerichtet. Nach einem erkämpften ersten Satz schaffte er es aber nicht mehr, die unkonventionelle Spielweise seines Gegenübers entscheidend zu stören, sodass der potentielle Aufsteiger erneut in Führung ging. Lediglich das Auszählen war nun bei Satzgleichstand und dem verbleibenden Schlussdoppel nicht mehr möglich. Der Sieger dieses Doppels sollte auch den erstrebten Platz in der Bezirksliga gewinnen. Allerdings zeigten auch die erfahrenen Trieb/Dreißigacker zu Beginn ungewohnte Nervosität und gaben den ersten Satz klar ab. Danach kamen die beiden Hemsbacher aber besser ins Spiel und sicherten der SG in drei weiteren unkämpften Sätzen den Ligaverbleib. 8:8 und 32:30 Sätze war am Ende das Ergebnis eines nervenaufreibenden Krimis.

SG Birkenau/Hemsbach: Trieb (2), Dreißigacker (1), Alm (1), Orlik (1), Trieb/Dreißigacker (2), Nikolaev/Kolb (1)

Ein 9:5 hätte es für die SG Birkenau/Hemsbach am letzten Spieltag der Bezirksliga Nord gebraucht, um noch den direkten Klassenerhalt zu schaffen. Wie der TTC 1946 Weinheim III konnte auch die SG wie so oft in dieser schwierigen Rückrunde nicht komplett antreten. Nach zuvor fünf Auswärtsspielen in Folge, startete man zum Abschluss in eigener Halle relativ schlecht in die Partie. In den Doppeln konnten zunächst nur Nikolaev/Alm eine konzentrierte Leistung abrufen. Und aus den ersten vier Einzeln gelang nur Sebastian Trieb ein Erfolg, dessen Spiel mit ansehnlichen Ballwechseln mit 3:0 an die SG ging. So war man nach kurzer Zeit schon enorm unter Druck, da man beim Stand von 2:5 kein Spiel mehr verlieren durfte. Joshua Alm hielt anschließend seiner Favoritenrolle stand und setzte sich mit 3:1 durch. Jochen Kolb tat sich im folgenden Aufeinandertreffen jedoch schwerer und fand erst im zweiten Satz ins Spiel. Jedoch gingen Satz 3 und 4 denkbar knapp an den Weinheimer Kontrahenten, sodass die Relegation zu diesem Zeitpunkt besiegelt war.

Mit Trieb und Alm, die jeweils ihren zweiten Sieg einfahren konnten, sowie Kolb und Tobias Lotz, die sich in der zweiten Hälfte durchsetzen konnten, bekam man nochmal Aufwind. Mit dem finalen Abschlussdoppel, das noch einiges an Spannung mit sich brachte, konnte man durch Trieb/Dreißigacker den Schlusspunkt zum 8:8 setzen. Am kommenden Samstag geht es nun in der heimischen Halle des Bergstraßen Gymnasiums in Hemsbach um 14 Uhr zum ersten, sowie um 17:30 Uhr zum zweiten Relegationsspiel um den Verbleib in der Bezirksliga.

SG Birkenau/Hemsbach: Trieb (2), Lotz (1), Alm (2), Kolb (1), Trieb/Dreißigacker (1), Nikolaev/Alm (1)

Die zweite Herrenmannschaft fand in ihrem letzten Auftritt gegen die TSG Lützelsachsen einen versöhnlichen Abschluss. In der Birkenauer Grundschulhalle blieb man nach einem abwechslungsreichen Spiel zum dritten Mal in Folge ungeschlagen. Dabei setzte vor allem Tobias Linnebadh seine Siegesserie fort, der in der Bezirksklasse Rhein-Neckar nun acht Siege am Stück verzeichnen konnte. Aber auch der Rest der Mannschaft konnte sich am Unentschieden beteiligen, sodass man die Gäste durch dieses Unentschieden schlussendlich noch auf den Relegationsplatz manövrierte. Dazu gehört auch Yannick Adler, der seinen ersten Sieg bei seiner ersten Partie seit seiner Rückkehr erlangen konnte.

SG Birkenau/Hemsbach II: Arnold (1), Müller (1), Linnebach (2), Wolz (1), Adler (1), Müller/Linnebach (2)

Auch die zweite Damenmannschaft konnte bei einem erfolgreichen Abend die Runde beenden. Am Donnerstagabend empfing man den TSV Amicitia Viernheim und setzte sich in einem unbedeutenden Spiel für Auf- oder Abstieg mit 6:4 durch. Dabei konnten mit Heike Lücke-Senocak, Sybille Kornberger und Nicole Trieb alle drei Mannschaftsteile zum Sieg beitragen. Im Endtableau steht die SG nun mit einem ausgeglichenem Punkteverhältnis auf einem beachtbaren vierten Platz in der Bezirksliga Nord.

SG Birkenau/Hemsbach II: Lücke-Senocak (2), Kornberger (2), Trieb (1), Lücke-Senocak/Kornberger (1)

Fälschlicherweise wurde bereits letzte Woche vom Einzug in die Qualifikationsrunde des Deutschen Pokals der zweiten Damenmannschaft aus Hemsbach/Birkenau berichtet. Dieser wurde allerdings an diesem Wochenende endgültig festgemacht. Im Finalspiel des badischen Verbandspokals, das zunächst inkorrekt angegeben wurde, konnte sich die Spielgemeinschaft gegen den TTC Limbach mit 4:1 durchsetzen. Mit etwas weniger Spannung als im Halbfinale, aber dennoch einigen Entscheidungen im finalen fünften Satz ging die Mannschaft als verdienter Sieger aus dem Finale.

SG Birkenau/Hemsbach: Lücke-Senocak (2), Kornberger (1), Lücke-Senocak/Kornberger (1)

Die Herrenmannschaft aus Birkenau und Hemsbach bereitet sich dagegen schon mental auf das Endspiel um den Klassenerhalt in der Bezirksliga Nord in heimischer Halle vor. Am kommenden Samstag um 17:30 Uhr geht es im direkten Duell gegen den TTC Weinheim III darum, nicht in die Relegation gegen den Abstieg gehen zu müssen. Zuvor ging es an diesem Spieltag noch zum Tabellendritten nach Wallstadt, die ihrerseits noch Chancen auf die Relegation zur Verbandsklasse Nord haben. Dementsprechend klar waren die Vorzeichen für dieses Aufeinandertreffen. Von Beginn an lief bei der Spielgemeinschaft nicht viel zusammen; das größte Highlight war dabei noch das Aufholen eines 0:2-Rückstands durch Trieb/Dreißigacker. In den Einzeln konnte Christian Orlik als einziger seine Leistung abrufen und holte damit auch den letzten Punkt beim 2:9.

SG Birkenau/Hemsbach: Orlik (1), Trieb/Dreißigacker (1)

Die zweite Mannschaft spielt dagegen befreit auf, seitdem der Abstieg in die Kreisliga feststeht. Nachdem man eine Woche zuvor schon einen Punkt ergattern konnte, gelang auch beim SV Rippenweier ein Erfolg. Allerdings musste man auf Seiten der Gastgeber drei Spiele kampflos abgeben, da man einige Ausfälle nicht ersetzen konnte. Dennoch gelang der zweiten Vertretung der SG vor allem in den Doppeln und in Person von Tobias Linnebach, der sich in glänzender Form befindet, konzentrierte Vorstellungen. Aber auch Jochen Kolb und Alexander Noll zeigten Nervenstärke, sodass man am Ende mit einem 9:7 nach Hause fahren und durch den Sieg die rote Laterne abgeben konnte.

SG Birkenau/Hemsbach II: Kolb (1), Linnebach (2), Noll (1), Müller/Linnebach (1), Kolb/Kornberger (1), kampflos (3)

Eine knappe Niederlage erlitt dafür die vierte Mannschaft bei ihrem Heimspiel gegen den TSV Amicitia Viernheim VI. Vor allem durch erfolgreiche Doppel konnte man sich einen 6:4-Vorsprung herausspielen. Neben drei Doppeln konnten noch Günter Stay, Sönke Hoffmann und Thomas Schneider ein Einzel gewinnen. Allerdings legten die Gäste aus Viernheim noch einen Gang zu und konnten das Spiel zum 6:9 herumdrehen. Der zweite Platz in der Kreisklasse B1, der zur Relegation qualifiziert, stand für die TTG allerdings schon vorher fest, sodass die Heimniederlage am Ende nur etwas schmerzte.

SG Birkenau/Hemsbach IV: Stay (1), Hoffmann (1), Stay (1), Stay/Hoffmann (1), Kornberger/Schneider (1), Weigel/Trieb (1)