Schon vergangene Woche starteten die Birkenauer Tischtennisspielerinnen das Projekt Wiederaufstieg mit zwei erwartungsgemäßen Siegen. Nachdem man in der letzten Verbandsliga-Saison mit Verletzungen zu kämpfen hatte und der Abstiegskampf dadurch nicht einfacher wurde, hat man sich nun zu einem richtungsweisenden Schritt entschieden. Nach Vorschlag der TTF Hemsbach gehen die Vereine nun, zumindest im Damenbereich, als Spielgemeinschaft an den Start. An der Startaufstellung ändert dies zunächst mal nichts, im Falle eines Ausfalls hat das Team nun aber mehrere Ersatzspielerinnen. Ähnliches gilt auch für die Hemsbacher Mannschaft, die fortan als zweite Mannschaft der Spielgemeinschaft an den Start geht.

So ging man am 13.09. zum ersten Mal als SG Birkenau/Hemsbach in die Birkenauer Turnhalle und konnte gegen die SG DjK Käfertal/Waldhilsbach III ein deutliches 8:0 erzielen. Lediglich drei Sätze wurden dabei abgegeben. Auch in das erste Auswärtsspiel bei der TSV Amicitia Viernheim ging die Mannschaft als klarer Favorit und konnte ihrer Rolle gerecht werden. Zwar musste man zu Beginn ein Doppel abgeben, letztendlich konnten die Birkenauerinnen dennoch problemlos mit 8:1 gewinnen. So steht die neugeformte SG nach zwei Spielen mit 4:0 Punkten und 16:1 Spielen an der Tabellenspitze.

TTG Birkenau: Schmitt (4), Müller (4), Blümle (3), Hördt (2). Müller/Blümle (2), Schmitt/Hördt (1)

Weniger erfreulich, aber auch ebenso vorhersehbar verlief der erste Auftritt der Herren. Wie in den vergangenen Jahren geht die TTG erneut mit dem Ziel, am Ende im Mittelfeld zu stehen, in die Saison. Allerdings verschleppt die Mannschaft ihre Personalsorgen der letzten Rückrunde auch in die neue Bezirksklasse-Saison. Bei Joshua Alm reicht es weiterhin nur für einzelne Kurzeinsätze und bei Christoph Plewik ist die berufliche Situation weiterhin schwierig. So ging man auch als Außenseiter in das erste Heimspiel gegen die TSG Lützelsachsen, die ebenfalls nicht vollständig antreten konnten.

Da man in den Doppeln taktisch aufgestellt hatte, konnte man mit guten Leistungen mit 2:1 in Führung gehen. Arnold/Orlik und Kolb/Wolz konnten sich jeweils mit 3:1 durchsetzen und auch Alm/Noll hatten ihre Chancen. In den Einzeln machte sich dann aber auch die bessere Aufstellung der Gäste bemerkbar. Die TTG war zwar bei weitem nicht chancenlos, verpasste es aber oftmals, in den entscheidenden Momenten die wichtigen Punkte zu machen. So konnte schlussendlich nur noch Alexander Noll mit einem souveränen Sieg einen Punkt beisteuern. Trotz eines klaren 3:9 waren die Odenwälder am Ende aber nicht gänzlich unzufrieden mit der gezeigten Leistung.

TTG Birkenau: Noll (1), Arnold/Orlik (1), Kolb/Wolz (1)

In der Kreisklasse A2 trafen donnerstags zuvor schon die zweiten Vertretungen beider Vereine aufeinander. Ebenfalls in eigener Halle machte es die TTG II um einiges besser und konnte die ersten Punkte der Saison einfahren. Die Gäste mussten jedoch auch einen kurzfristigen Ausfall verkraften und konnten daher nur zu fünft antreten. Demnach starteten die Gastgeber, die fast optimal aufgestellt waren, durch einen sicheren Erfolg von Noll/Ströbel und einem kampflosen Doppel mit 2:1. Auch in den Einzel profitierte man von dem Ausfall, dennoch konnte auch jeder Mannschaftsteil der TTG zum 9:6-Erfolg beitragen. Insbesondere Rudi Kolb ragte mit zwei Einzelsiegen heraus und führte das Team zum knappen Sieg.

TTG Birkenau II: Noll (1), Hausl (1), Kolb (2), Ströbel (1), Noll/Ströbel (1), kampflos (3)

Für die dritte Mannschaft heißt es auch diese Saison wieder: „Wir haben nichts zu verlieren.“ Und mit der Einstellung können die Birkenauer auch in jedes Spiel gehen. Beim Heimspiel gegen die DjK Wallstadt IV war man jedoch alles andere als chancenlos. Neben zwei Doppelsiegen konnte sich auch Rainer Arnold zwei Mal überraschend durchsetzen. Aber auch Carsten Weigel, Werner Kopp und Sabrina Schneider waren erst im Entscheidungssatz zu schlagen und somit war bei einem Endergebnis von 4:9 vielleicht sogar ein Unentschieden drin.

TTG Birkenau III: Arnold (2), Weigel/Galinat (1), Arnold/Frank (1)

„Endlich ist diese verflixte Saison vorbei.“, konnte man aus dem Birkenauer Lager vernehmen, als die beiden letzten Spiele dieser Runde zu Ende gingen. Für die Damen war am Sonntagmittag schon klar, dass man die Verbandsliga auf dem vorletzten Platz beenden würde, da der TTC Forchheim tags zuvor nicht über ein 7:7 hinauskam. So war das 1:8 bei der SG DjK Käfertal/Waldhilsbach eher zweitrangig, da den Gastgeberinnen der Relegationsplatz zur Badenliga ebenfalls nicht mehr zu nehmen war. Bei der TTG kann man am Ende der Saison tatsächlich noch von Glück im Unglück sprechen wenn man sich den Verlauf der Rückrunde anschaut. Zwar steht man auf einem „festen“ Abstiegsplatz, da es im Damenbereich zwischen den Runden allerdings oftmals Verschiebungen gibt, ist auch ein Verbleib in der Verbandsliga nicht unmöglich.

Auch bei den Herren ging es gegen den schon feststehenden Tabellenführer um nicht mehr viel. Mit einem Sieg hätte man zwar noch zwei Plätze nach oben klettern können, letztendlich war man aber einfach froh, dass man auch die nächste Saison in der Bezirksklasse auflaufen wird. So konnten allerdings Christian Orlik und Jochen Kolb ihre Bilanz beim 2:9 gegen den TTV Weinheim-West noch etwas aufpolieren. Die zweite Mannschaft war an diesem Spieltag indessen nicht mehr im Einsatz, musste aber noch um den festen Klassenerhalt zittern. Bei einem Unentschieden der TSG Lützelsachsen II gegen den TTV Leutershausen wäre man aufgrund des Spielverhältnisses noch auf den Relegationsplatz gefallen. Durch das 9:6 der TSG konnte man sich auf Birkenauer Seiten doch noch über den Klassenerhalt freuen, den man sich durch eine grandiose Rückrunde als zweitbeste Mannschaft der Liga auch redlich verdient hat.

Nach dem Erfolg gegen den SV Rippenweier vor einer Woche kann die TTG Birkenau die letzten Spiele in dieser Saison in aller Ruhe angehen. Auch ein 0:9-Auswärtssieg des direkten Konkurrenten kann den sicheren Klassenerhalt der Südhessen nicht mehr gefährden. Demzufolge konnte man auch beim Gastauftritt gegen die DjK St. Hildegard/Lindenhof, deren Abstieg schon Länger feststeht, mehrere vergebene Chancen auch verschmerzen.

Gleich zu Beginn hatte die TTG schon die große Chance auf 3:0 davonzuziehen. Während Arnold/Orlik und Müller/Wolz ihre Doppel gewinnen konnten, vergaben Plewik/Noll gegen das Mannheimer Spitzendoppel eine 6:2-Führung im fünften Satz. Thomas Arnold hatte im ersten Einzel ebenfalls schon den Sieg auf dem Schläger, ließ sich aber von seinem Gegner beim Stand von 2:1 und 7:5 noch aus dem Spiel bringen und gab so auch den Entscheidungssatz aus den Händen. Da Christoph Plewik schon etwas angeschlagen in seine erste Partie ging, lief bei ihm auch nicht viel zusammen und verlor in vier Sätzen. Daraufhin spielten die Birkenauer allerdings ihre Vorteile aus und konnten sich mit vier Siegen in Folge eine vielversprechende Führung erspielen. Darunter waren zwei spannende fünf-Satz-Spiele von Stefan Wolz und Alexander Noll, die sich mit starken Nerven durchsetzten.

Anschließend hatte das vordere Paarkreuz keine Chance, sodass die DjK wieder auf 6:5 herankam. An Matthias Müller und Christian Orlik war an diesem Abend jedoch kein Vorbeikommen; auch ihr zweites Einzel konnten beide Birkenauer klar und deutlich gewinnen. Den ersten Matchball hatte dann Wolz: Nachdem er aber im ersten Einzel noch einen 0:2-Rückstand aufgeholt hatte, lief es diesmal genau andersherum und musste einen sichergeglaubten Sieg noch abgeben. Noll hatte mit seinem zweiten Gegner ebenfalls mehr Probleme und konnte den Deckel nicht draufmachen. So war es also von Arnold/Orlik abhängig, ob man mit einem oder zwei Punkten nach Hause fahren würde. In einem ebenbürtigen Doppel verpassten es die beiden TTGler den knappen dritten Satz zu gewinnen und ließen das Momentum zu den Mannheimern wandern, die im vierten Satz dann doch noch das Unentschieden sicherten. Am Ende konnten die Gastgeber mit dem 8:8 durchaus zufrieden sein, für die Birkenauer am Ende der Saison allerdings auch kein Beinbruch.

TTG Birkenau: Müller (2), Orlik (2), Wolz (1), Noll (1), Arnold/Orlik (1), Müller/Wolz (1)

Die zweite Mannschaft der TTG hat den Nichtabstieg dagegen nicht mehr in der eigenen Hand, tut aber weiterhin alles dafür, die Relegation noch zu verhindern. Die Rückrunden-Tabelle wird die Mannschaft auf dem zweiten Platz beenden, was verdeutlicht, wie viel Pech man in der Vorrunde verarbeiten musste. Im letzten Saisonspiel gegen die Post SG Mannheim konnte man den fünften Sieg im achten Spiel erringen und sich zumindest die bestmögliche Ausgangsposition sichern. Neben einer guten Mannschaftsleistung zeigten sich beim verdienten 9:5 vor Allem Walter Hausl und Thomas Wagner, die keinen Satz abgeben mussten, in herausragender Form.

TTG Birkenau II: Noll (1), Kolb (1), Hausl (2), Wagner (2), Rödel (1), Noll/Ströbel (1), Wagner/Rödel (1)

Auch wenn die vierte Mannschaft am letzten Spieltag doch noch den zweiten Platz abgeben musste, kann man dennoch von einer durchaus positiven Saison sprechen. Mit 18:14 Punkten und einem guten Spielverhältnis wird man am Ende auf Platz drei oder vier landen, was vor Allem durch einen starken 10:0-Lauf in der Rückrunde möglich war. Darüber hinaus konnte Sabrina Schneider beim 2:8 bei der DjK Wallstadt VI ihre persönlich perfekte Saison sicherstellen. Mit zwei weiteren Siegen hat die Birkenauerin ihre Bilanz auf 12:0 verbessert.